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Der 25. November 2011 ist der internationaler Tage gegen Gewalt an Frauen

 

Frauen in aller Welt setzen am 25. November ein deutliches Zeichen dagegen. Gewalt gegen Frauen gehört geächtet, rund um den Globus und in jeder Gesellschaft.

Jährlich am 25. November wird der Internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ begangen. Dieser geht zurück auf die Schwestern Mirabal, die politischen Widerstand gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik leisteten und vom militärischen Geheimdienst des Landes nach monatelanger Folter am 25. November 1960 ermordet wurden.

Seither wird dieser Tag genutzt, um das Ausmaß und die verschiedenen Formen der Gewalt gegen Frauen aufzuzeigen, auf Erreichtes hinzuweisen sowie um auf Handlungsdefizite bei der Intervention gegen Gewalt aufmerksam zu machen. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und macht auch vor Grenzen keinem Halt. Laut UNO wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht.

 

1.      Über die BISS  Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt wurden bisher 147 Frauen mit 136 Kindern beraten. Die BISS arbeitet pro-aktiv und berät die Opfer häuslicher Gewalt direkt nach der Tat.

·        Die BISS ist Teil der Handlungskette  im Interventionsablauf bei häuslicher Gewalt (siehe Interventionssablauf)

·        Wenn bei einem Vorfall von häuslicher Gewalt die Polizei eingreifen muss, hat diese die Möglichkeit einen Platzverweis gegen den gewalttätigen Partner der Frau zu verhängen. Der Platzverweis kann bis zu 14 Tage dauern. In dieser Zeit soll dann sofort zeitnah die Beratung der betroffnen Frau stattfinden. Die Polizei informiert die BISS.

·        Die Sozialarbeiterin der BISS arbeitet nach dem pro-aktiven Ansatz, d.h. sie nimmt Kontakt zu der betroffenen  Frau auf und vermittelt und informiert über  die benötigten Hilfen. Nach dem Gewaltschutzgesetz hat die Frau die Möglichkeit eine Wohnungszuweisung oder ein Kontakt- und Näherungsverbot bei dem Familiengericht zu erwirken.

2.  In Emden suchten bis jetzt 47 Frauen mit  11 Kindern  jährlich das Frauenhaus auf – in der Frauenberatungsstelle suchten 60 Frauen mit 97 Kindern Rat und Hilfe.

3.  Bundesweites Hilfetelefon wird eingerichtet.

4. Täterberatung muss eingebunden werden in den Interventionsablauf – ein Baustein in der Handlungskette gegen häusliche Gewalt. 

Nach der Prävalenzstudie der Bundesregierung zur Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland – eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland – Ende 2004 vorgestellt

Sie umfasst das Ausmaß der Gewalt  

Alle befragten Frauen – es wurden 10 000 repräsentativ ausgewählt gaben an:

37 % haben mindestens einmal körperliche Gewalt und Übergriffe ab ihrem 16. Lebensjahr erlebt

13 % haben seit dem 16. Lebensjahr Formen von sexueller Gewalt erlebt.

40 % körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides seit dem 16. Lebensjahr erlebt.

42 % haben Formen von psychischer Gewalt  erlebt.

58 % haben unterschiedliche Formen von sexueller Belästigung mindestens einmal in ihrem Leben erfahren.

Rund 25 % der in Deutschland lebenden Frauen haben Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.

Zu über 90% ist der Täter männlich und das Opfer weiblich.

 

Formen der Gewalt

  • Die Übergriffe reichen von leichten Ohrfeigen und wütendem Wegschubsen bis hin zum Schlagen mit Gegenständen, Verprügeln und Gewaltanwendungen mit Waffen.
  • Sexuelle Gewalt reicht von sexuellen Belästigungen über Verlangen  von Sexualpraktiken bis hin zu Vergewaltigungen
  • Formen von psychischer Gewalt sind systematische Abwertung, Demütigung, Ausgrenzung, Verleumdung, schwere Beleidigung, Drohung bis hin zu Psychoterror , aber auch: sie isolieren, ihr den Umgang mit der Familie oder Freundinnen verbieten, ihr das Geld einteilen, überstarke Eifersucht, kontrollieren von jeglichen Aktivitäten bis hin zum einsperren.

Viele Frauen erleben gerade diese Form der Gewalt und sehen darin keinen Grund, sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Die Scham ist sehr groß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 
Frauenhaus + Notruf

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