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Was ist überhaupt ein Frauenhaus?
Ein Frauenhaus ist ein Haus, in das sich Frauen flüchten können, die von ihren Männern, PartnerInnen oder Vätern körperlich oder seelisch misshandelt werden.

 

 

Welche Frauen kommen ins Frauenhaus?
Ins Frauenhaus kommen Frauen jeden Alters, jeder sozialen Schicht und jeder Nationalität.
Die weit verbreitete Annahme, Männer aus höheren sozialen Schichten würden ihre Frauen oder Töchter nicht misshandeln, ist falsch.
Gewalt gegen Frauen hat auch nichts mit der Nationalität oder einem bestimmten Kulturkreis zu tun, sondern ist ein weltweites Problem. Deutsche Männer misshandeln Frauen genauso wie Männer aus anderen Ländern und Kulturen.

 

 

Wie kommen Frauen, die in Not sind, ins Frauenhaus?
Die Adresse des Frauenhauses ist zum Schutz der Frauen und Kinder geheim. Das Frauenhaustelefon 04921/43900 ist rund um die Uhr besetzt. 

 

 

Können die Frauen ihre Kinder ins Frauenhaus mitbringen?
Ja. Im Frauenhaus leben Mütter mit ihren Kindern und Frauen ohne Kinder. Manchmal leben sogar mehr Kinder als Frauen im Frauenhaus.
Für die Kinder gibt es ein Spielzimmer und ein separates Kinderspielhaus. 

 

 

Wie viel Prozent der Frauen gehen zu ihren Männern zurück?
Ca. 30 % der Frauen ziehen nach dem Frauenhausaufenthalt in eine eigene Wohnung.
Ca. 25% der Frauen gehen wieder zu ihrem Misshandler zurück.
Die übrigen Frauen ziehen entweder zu Verwandten oder FreundInnen, müssen wegen akuter Bedrohung in ein anderes Frauenhaus wechseln oder ziehen aus dem Frauenhaus aus, ohne dort den neuen Aufenthaltsort bekannt zu geben.

 

 

Wie viele Frauen und Kinder leben im Frauenhaus?
Im Frauenhaus Emden können bis zu acht Frauen mit ihren Kindern leben. 

 

 

Wie leben die Frauen und Kinder im Frauenhaus?
Mütter mit Kindern haben fast immer ein eigenes Zimmer.
Es gibt im Frauenhaus  1 Küche, 1 Teeküche, 1 Wohnzimmer  und 2 Bäder, die gemeinsam benutzt werden. Leider ist im Frauenhaus alles sehr beengt.
Das Frauenhaus ist kein Heim!
Die Bewohnerinnen haben ihr eigenes Geld (Lohn/Gehalt, Rente, Arbeitslosengeld I oder II, Sozialhilfe, Unterhalt etc.) und versorgen sich davon selbst.
Sie sind für sich und ihre Kinder allein verantwortlich und bestimmen selbst über ihr Leben.
Die Bewohnerinnen können sich bei Bedarf  Rat und Unterstützung bei den Mitarbeiterinnen holen. Dadurch, dass alle Bewohnerinnen des Frauenhauses ähnliche Probleme haben, können die Frauen sich auch sehr gut gegenseitig helfen.

 

Wie lange können die Frauen im Frauenhaus bleiben?
Es gibt keine vorgegebene zeitliche Befristung des Frauenhausaufenthaltes.
Natürlich ist das Frauenhaus keine Dauerwohnung, sondern ein vorübergehender Schutz.

 

 

Kann man das Frauenhaus besichtigen?
Nein. Die Adresse des Frauenhauses ist zum Schutz der Frauen geheim. Außerdem ist es die Wohnung der Frauen und wer möchte schon, dass fremde Leute Besichtigungstouren durch die eigenen vier Wände machen?

 

 

Wer bezahlt das Frauenhaus?
Das Frauenhaus in Emden  wird von der Stadt Emden, dem Land Niedersachsen und durch Spenden finanziert.
Aus Art. 2 GG ergibt sich die staatliche Verpflichtung, Frauen und deren Kinder vor häuslicher und sexualisierter Gewalt zu schützen, Gewalt zu verhindern und ihr vorzubeugen. Frauenhäuser sind im Hilfesystem die einzigen Einrichtungen, die gewaltbetroffenen Frauen und deren Kindern in Krisensituationen – neben Beratung und Unterstützung – vor allem Schutz und Sicherheit gewähren. Hierin liegt die besondere Bedeutung und Funktion der Frauenhäuser.

 

 

 

 
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